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Špindlerův Mlýn steht vor einer großen Veränderung. Das derzeit entstehende Projekt wird grundlegend verändern, wie sich Skifahrer künftig zwischen den beiden größten Bereichen des Skigebiets, Svatý Petr und Medvědín, bewegen.
Ihre Verbindung zählt zu den größten Investitionen in die tschechische Berginfrastruktur der vergangenen Jahre. Das Ziel ist klar: Fahrten mit dem Auto oder Skibus sollen überflüssig werden. Gleichzeitig entsteht ein modernes, komfortables und zusammenhängendes Skigebiet, das sich in puncto Qualität führenden Alpenresorts annähert.
Ein großes Skigebiet statt zwei getrennter Areale
Das Skigebiet Špindlerův Mlýn besteht heute aus mehreren voneinander getrennten Bereichen. Zu den größten gehören Svatý Petr und Medvědín. Gemeinsam bieten sie Dutzende Kilometer Skipisten, doch der Wechsel zwischen beiden erfolgte bislang hauptsächlich über die Straße.
Das wird sich jedoch schon bald ändern.
Nach Abschluss der ersten Bauetappe können Skifahrer direkt auf Skiern zwischen den beiden Bereichen wechseln – ohne auf den Skibus warten oder ins Auto steigen zu müssen. Die neue Verbindung bringt mehr Komfort und Sicherheit und erhöht zugleich die Kapazität des Skigebiets. Darüber hinaus soll sie dazu beitragen, das Verkehrsaufkommen im Zentrum von Špindlerův Mlýn zu reduzieren.


Neue Sesselbahn bereits in der Wintersaison 2026/2027
Die wichtigste Neuerung der ersten Etappe wird die moderne 6er-Sesselbahn Audi Line Přehradní des Herstellers Leitner sein.
Die Bahn mit beheizten Sitzen und Wetterschutzhauben verläuft auf einer rund 1,4 Kilometer langen Strecke. Sie kann bis zu 2.000 Personen pro Stunde befördern und erreicht die Bergstation in etwa vier Minuten.
Zum Projekt gehören außerdem zwei neue Skipisten – Přehradní und Lesní. Sie schaffen die neue Skiverbindung zwischen den beiden Teilen des Skigebiets.
„Die bedeutendste Neuerung der diesjährigen Wintersaison wird die neue moderne 6er-Sesselbahn sein. Besonderen Wert haben wir auf die Sicherheit und den Komfort der Fahrgäste gelegt. Wir sind überzeugt, dass sie den Besuchern eine schnelle und bequeme Verbindung zwischen den beiden Bereichen des Skigebiets bieten wird“, erklärte René Hroneš, Direktor des Skigebiets Špindlerův Mlýn.

Die Bauarbeiten sind bereits im Skigebiet sichtbar
Nach monatelangen Vorbereitungs- und Erdarbeiten nimmt das Projekt zunehmend konkrete Formen an. Auch die Besucher des Skigebiets können den Umfang der Bauarbeiten inzwischen direkt vor Ort erkennen.
Derzeit werden die Stützen der Bahn, beide Stationen sowie weitere Tragkonstruktionen entlang der gesamten Strecke errichtet. In den kommenden Monaten folgen die Montage der Seilbahntechnik, die Installation des Förderseils und der Beschneiungsanlage sowie die abschließenden Arbeiten an den neuen Skipisten.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts wird außerdem eine neue Brücke über die Zufahrtsstraße nach Špindlerův Mlýn sein. Über sie gelangen Skifahrer auf der neuen Piste Lesní von Medvědín bis zum Terminal P1, der zum zentralen Knotenpunkt der gesamten Verbindung wird.

Wann können Skifahrer die neue Verbindung erstmals nutzen?
Die erste Etappe des Projekts soll bereits in der Wintersaison 2026/2027 in Betrieb genommen werden.
Damit erhalten Skifahrer eine einseitige Verbindung von Medvědín über den Terminal P1 nach Hromovka und weiter nach Svatý Petr. Die gesamte Strecke kann somit ohne Auto und ohne Skibus zurückgelegt werden.
Anschließend folgt die zweite Etappe, zu der eine neue Gondelbahn auf den Medvědín gehören wird. Ihre Fertigstellung ist für die Saison 2027/2028 geplant.
Nach Abschluss beider Etappen entsteht ein vollständig verbundenes Skigebiet, das einen komfortablen Wechsel in beide Richtungen zwischen den beiden Bereichen ermöglicht. Špindlerův Mlýn startet damit in eine neue Ära des Skifahrens – moderner, komfortabler und noch attraktiver für einheimische wie internationale Gäste.
